Titel (deu): Auffächerungen, Leerstellen, Grauzonen: Zur Inszenierung von NS-Täter*innen in den beiden Dauerausstellungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Beschreibung (deu): Masterarbeit, 2018, CC BY-NC-ND 3.0 AT

NS-Täter*innen, bis auf wenige Einzelpersonen, wurden in der Wissenschaft, Gesellschaft und auch in Ausstellungen lange Zeit ausgeblendet. Erst seit den 1990er-Jahren rückten die NS-Täter*innen verstärkt in den Fokus der Wissenschaft. In neueren Ausstellungen wie auch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gewinnen NS-Täter*innen ebenso zunehmend das Interesse. Dabei stellt sich nicht nur die Frage wer in den Ausstellungen als Täter*in inszeniert wird, sondern auch, wie sich diese Inszenierung gestaltet.

In der Arbeit Auffächerungen, Leerstellen, Grauzonen: Zur Inszenierung von NS-Täter*innen in den beiden Dauerausstellungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen werden daher die verschiedenen Inszenierungsformen von NS-Täter*innen beschrieben und analysiert. Dominante Inszenierungsstrategien und Leerstellen in den Ausstellungen werden dabei näher herausgearbeitet und diskutiert.

Grundlegende Fragen der Arbeit sind: Warum ist es überhaupt notwendig oder dringlich NS-Täter*innen zu thematisieren und zu inszenieren? Welche Darstellungsebenen von NS-Täter*innen/schaft gibt es in den herangezogenen Ausstellungen? Wer wird wie, oder wodurch, als Täter*in inszeniert und warum?

Die Arbeit behandelt nicht nur die Inszenierung von NS-Täter*innen, sondern geht auch der Frage ‚der Grauzone‘ (siehe Primo Levi 2015/1986) nach. So rücken neben den Funktionshäftlingen auch die (lokale) Bevölkerung und Zuschauer*innen in das Blickfeld. Außerdem wird im abschließenden Kapitel auf gegenwartsnahe Täter*innen, die in den Ausstellungen ebenso eingebunden sind, eingegangen.

Sprache des Objekts: Deutsch

Autor: Kern, S. (Sabrina)

Permanent Identifier
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